Monster Physics – verspielt aber nett

Magnete und Propeller
Magnete und Propeller

Hallo. Ich bin Lisa und werde heute den Artikel über Monster Physics schreiben. Als Grund- und Hauptschullehrerin, kam mir die Ehre zu 🙂

Zuerstmal muss gesagt sein: Monster Physics ist aber nicht das, was sein Name einen denken lässt.

Ob man die App zur Physik zählen soll – ich glaube das nicht – muss jeder für sich entscheiden. Wirklich physikalisch ist daran nämlich nichts, vergleicht man die App mit der Kategorie Physik auf dieser Seite; Wenn dann ist etwas ingenieurhaftes darin zu finden… aber nunja. Sehen Sie selbst:

 

Man kann damit eben Autos bauen oder andere Gefährte, diese mit Propellern, Raketen oder ähnlichem antreiben, aber das war’s von der Ingenieurseite her dann auch schon. Ansonsten gibt es alle möglichen Spielszenen und Geschicklichkeitsübungen. Die Pädagogie des Lernens gleicht hier einem Donald Duck Komik “lustig und süß mit wahrem Kern”.

ABER: Die App ist ja auf Englisch.

Also habe ich gedacht ich probiere doch mal aus, wie das so funktioniert, mit dem Englischlernen über eine Spiel-App. Nachdem meine Klasseneltern alle zugestimmt haben, dass die Kinder sich für den knappen Euro die App kaufen durften, gab es ein paar Hausaufgaben. Und wie es nicht anders zu erwarten war, ging das mit den Vokabeln rund um das Thema Auto und Technik recht fix.

Aufgaben waren:

  1. Ein Auto beschreiben, bauen und vorführen.
  2. Eine Geschichte erzählen die durch die App führt.
  3. Die Eigenschaften deines selbstgebauten Monsters erklären.
  4. Freunde für dein Monster finden (die Monster der Klassenkameraden) und mit ihnen eine Reise unternehmen.
  5. Die Werkzeuge des Monsters erklären (in der App gibt es über 60 Dinge, von Rakete bis Magnet).

Folglich hatten wir eine kurz und lustige Episode in meiner 4. und 5. Klasse, sodass das Vokabellernen und rudimentäre Erzählen recht leicht von der Hand ging. Einstieg in die Stunde war meist die Bewunderung des selbstgebauten Schülermonsters oder mehrere Schüler die nebeneinander stehend auf mehreren Tablets die Reisestationen ihrer Monster zeigten.

Nun soll ich aber ein Urteil über die App fällen. Unter dem physikalischen und schulischen Anspruch würde ich sagen:

Monster Physics – Verspielt und ganz nett

Ich glaube das trifft es. Die SuS (Lehrerdeutsch für Schüler und Schülerinnen, damit keine/r benachteiligt wird) wissen hinterher, was ein Magnet, eine Rakete …etc. ist; sprich sie haben sich mit etwas mehr Spaß die Grundlagen unserer modernen Technik erarbeitet.
Natürlich war der Einstieg ins Englische für die SuS eine Hürde, aber die poppigen Bilder und bunten Werkzeuge halfen da recht gut drüber weg.

Vielleicht hilft die App den SuS einen schnelleren Einstieg und Vertrauen in englische Apps und das englischspracheige (viel größere) Internet aufzubauen -hoffe ich zumindest. Sicher ist jedenfalls, dass war in 4 und 5 die erste englischsprachige App, die die Kinder in der Hand hatten. Ärgerlich fand ich allerdings, dass die App nur auf iOS (Apple) zu haben ist. Das war für die Hausaufgaben manchmal etwas hinderlich, aber ich wusste ja in welchem Haushalt nur Androiden leben und wo nicht 🙂

WICHTIG: ist, dass wir als Lehrer bei so jungen SuS darauf bestehen, dass die Kinder in der Schule nur ihr Tablet verwenden dürfen. Das auch nur in der Stunde oder bei den betreuten Hausaufgaben. Und bestehn sie darauf, dass zuhause nur die Eltern ein Mobilteil haben, die Kindern nicht!

Wir haben zwar keinen Handy-Führerschein, aber die Aufmerksamkeitsspanne der SuS wird durch die neuen Medien deutlich gesenkt. Das sollten wir nicht bewusst fördern. Wenn Sie sich eine Meinung machen wollen, wann Kinder Handys bekommen sollen, oder nicht, dann empfehle ich Ihnen dieses Video:

 

Ich denke ich habe ihnen jetzt die Möglichkeit gegeben, einen Einblick in den Sinn oder Unsinn dieser App zu geben.
Hoffentlich hat Ihnen mein Beitrag gefallen 🙂

Und zu guter Letzt, hier die Links zur App:

I-PadI-PhoneAndroid
nicht für Android verfügbar

Wenn Sie eine gute Meinung oder Idee zum Thema Apps und Jugendliche haben, lassen Sie einen Kommentar da, dann lernen wir alle dazu!

In diesem Sinne
beste Grüße aus dem Lehrerzimmer
Lisa

 

6.6

Preis

8/10

Themenspektrum

2/10

Grafik

9/10

Anwenderfreundlichkeit

10/10

Experimentiercharakter

4/10

Pros

  • spielerischer Umgang mit Magneten etc.
  • kleiner Preis
  • freundliche Optik

Cons

  • auf Englisch
  • nicht sehr physikalisch
  • geringer pädagogischer Wert

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