LightWave Studio – die stärkste Physik App im Store

Als Physiker mag ich es, wenn etwas genau das tut, was es soll.
Und LightWave Studio setzt dem die Krone auf.
Alleine Grafik und der Ansatz der Jungs überzeugen …

… wären da nicht noch Funktion und Inhalt, der in dieser Art bisher einzigartig in allen Stores ist. Aber dem nicht genug, die Macher bieten dem Nutzer nicht nur eine breite Palette an Experimenten aus dem Bereich Optik und Photonik an, sie haben auch noch eine XML-Upload-Feature in ihrer App versteckt. Für alle, die sich nicht mit Programmieren auskennen: XML ist eine sehr einfache Codesprache, in der sich in diesem Fall durch Copy & Paste neue Experiment-Szenarien auf dem PC schaffen lassen. Hinterher kann man diese Datei dann per USB-Kabel in die App laden.

So begeistert man am Schluss von der App ist, schockt am Anfang die Vielfalt der Themen und Möglichkeiten.
Die App ist aber das Perfekte Werkzeug, um das Thema Optik und elektromagentische Wellen in der Schule zu begleiten. Mit ca. 25 Stunden bindet das Thema laut Lehrplan viel Zeit. Da ist die App der perfekte Lerngeschwindigkeits-Katalysator. Und das war auch die Idee der Programmierer:

Um es kurz zu machen, Themen der App sind:

  • Lichtbrechung
  • Lichtbeugung
  • Lichtleiter
  • Spiel und Spaß

verändern kann man in der App

  • Lichtquellen
  • Objekte
  • und Sensoren

alle können einzeln ausgewählt, verschoben, platziert oder in ihren Eigenschaften verändert werden.

Beeinflusst und gemessen werden können:

  • Amplitude
  • Periode
  • und Frequenz

An Objekten (deren Eigenschaften man fast beliebig verstellen kann) gibt es von Linsen, Prismen bis hin zu 100% reflektierenden Rechtecken alles.

Einige Eindrücke:

Einig waren wir uns alle darin, dass die App sehr gut dazu taugt an Physik ohne Formeln heranzugehen. Unserer Unterrrichtserfahrung mit der App waren rundum positiv. Die 20% Schüler, die normalerweise nicht aufpasste beschäftigte sich zumindest mit der App und spielte auf ihr herum. Die unterschiedlichen Farbschemen für die Strahlen begeisterten vor allem die kreativeren Schüler – egal ob im Neigungs- oder Profilfach.

Eine thematische Bandbreite von den Basics bis in die Hochschulphysik

Angefangen mit den Basics von elektromagnetischen Wellen erfasst die App wirklich jeden Bereich um Licht und Photonik. Dem Nutzer wird ein fertiger Interaktiver Experimente-Katalog zur Verfügung gestellt und, wie sollte es anders sein, es gibt auch einen Experiment-Baukasten für bastelfreaks.

Im Fertigbaukasten hingegen gibt es von einfachen Schattenexperimenten über das Einfach- und Doppelspalt-Experimente, bis hin zur angewandten Funktion von Lichtleitern (Glasfaserkabeln) alles.

Ein paar alles schlagende Argumente, machen die App besser, als alles was ich davor in der Hand hatte.

  1. Es gibt schon teilweise eine deutsche Version (Pro-Features sind schon auf Deutsch).
  2. Die Experimente werden erklärt.
  3. Die App hält indirekt Aufgabenstellungen bereit.
  4. In der App werden die realen Anwendungsgebiete der verschiedenen Experimente erklärt.
  5. Die App ermöglicht jedem Schüler und jeder Schülerin sein ganz eigenes Experiment durchzuführen – damit zu scheitern oder Erfolg zu haben –  und verschiedene Lösungswege für gestellte Aufgaben zu finden.

Somit ist diversifiziertes Lernen quasi garantiert.
Und wem die Farben der App gerade nicht passen, der kann in der “Color Map” auch mal einen rosa Hintergrund wählen.

Die Links zu der App gibt’s hier:

I-PadI-PhoneAndroid
google-play-badge_small

Einziges Manko: Die free Version ist in ihrem Umfang stark abgespeckt und auf Englisch. Aber die Jungs haben sich die 7,99 Euro die sie für eine App wollen redlich verdient. Man merkt, dass Physik hier von Fachmännern betrieben wurde. Kauft man die App im Educational Store, bekommt man ab 20 Downloads sowieso alles zum halben Preis.

LightWave Studio

€ 7,99
LightWave Studio
9.2

Preis

10/10

Themenspektrum

8/10

Grafik

10/10

Anwenderfreundlichkeit

8/10

Experimentiercharakter

10/10

Pros

  • extrem vielfältig
  • auf Deutsch
  • erklärt und enthält Aufgaben
  • fachlich einwandfrei
  • hoher Experimentiercharakter

Cons

  • fast zu viele Features
  • auf alten IPads langsam

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